Gefährlicher Trojaner "Emotet" beantwortet empfangene E-Mails

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dem Trojaner Emotet.
  • Das Schadprogramm nistet sich auf den Rechnern seiner Opfer ein, lädt unbemerkt weitere Schadsoftware und verteilt sich selbst an gespeicherte Kontakte.
  • Dazu lässt es seine E-Mails so aussehen, als seien es Antworten auf früher verschickte Nachrichten.

Für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist Emotet "eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit". Der Trojaner infiziert Firmen- und Privatrechner und hat bereits zu Schäden in Millionenhöhe geführt. Was macht ihn so gefährlich? Emotet wird von Kriminellen vor allem über groß angelegte Spam-Kampagnen verteilt. Oft sind es Mails mit angeblichen Rechnungen im Anhang. Hierbei gilt generell der Grundsatz: Öffnen Sie keine Anhänge von unbekannten Absendern! Fragen Sie im Zweifel telefonisch nach, ob Ihnen tatsächlich eine Rechnung per E-Mail geschickt wurde.

Emotet liest Mails im Posteingang und antwortet darauf, ohne dass man es mitbekommt

Besonders tückisch wird es, wenn der Absender der E-Mail offenbar jemand ist, dem Sie kürzlich geschrieben haben. Emotet sammelt vorhandene E-Mail-Adressen und verschickt sich selbst als Anhang oder Link in neuen Mails. Nach aktuellem Kenntnisstand (April 2019) ist der Schädling dazu derzeit nur im E-Mail-Programm Outlook in der Lage. Deshalb wird die Methode "Outlook-Harvesting" ("Outlook-Ernte") genannt. Die Mails können aussehen wie eine Antwort auf eine Mail, die Sie selbst kürzlich an die betroffene Person geschickt haben. Denn Emotet liest Nachrichten aus dem Posteingang und verwendet deren Inhalte. Dadurch sind aber auch Nutzer, die kein Outlook verwenden, gefährdet. Denn Rechner infizieren kann Emotet auch über andere E-Mail-Programme und Web-Mail-Anwendungen.

Wie Sie sich schützen können:

  • Installieren Sie zeitnah bereitgestellte Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme (Web-Browser, E-Mail-Clients, Office-Anwendungen usw.).
  • Setzen Sie Antiviren-Software ein und aktualisieren Sie diese immer wieder. Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten (Backups).
  • Richten Sie ein gesondertes Benutzerkonto auf dem Computer ein, um zu surfen und E-Mails zu schreiben.
  • Öffnen Sie auch bei vermeintlich bekannten Absendern nur mit Vorsicht Dateianhänge von E-Mails (insbesondere Office-Dokumente) und prüfen Sie in den Nachrichten enthaltene Links, bevor sie diese anklicken. Bei einer verdächtigen E-Mail sollten Sie im Zweifelsfall den Absender anrufen und sich nach der Glaubhaftigkeit des Inhaltes erkundigen.

Unter diesen Links finden Sie weiterführende wichtige Informationen:

https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/digitale-welt/emotet-gefaehrlicher-trojaner-beantwortet-empfangene-emails-35502

https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/emotet.html

 

  • Startseite
  • News
  • Gefährlicher Trojaner "Emotet" beantwortet empfangene E-Mails

DEUTSCHLAND

Heinrich-Blanc-Straße 30
76646 Bruchsal (Germany)
Tel. 07251 97600
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Social


Mitglied bei

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen